04.05.2018

Bauarbeiten in Wolmirstedt in der Deutschen Einheit

Volksstimme vom 04.05.2018

Die „Deutsche Einheit“ wird bald asphaltiert

Stadt beteiligt sich an den Kosten für die Straße und erneuert die Gehwege

Im Wohngebiet „Straße der Deutschen Einheit“ werden derzeit die Kanäle erneuert und deshalb sukzessive die Straßen aufgerissen. Am Ende wird jedoch alles schick hergerichtet. Straßen und Gehwege bekommen ein neues Gesicht. Im Wohngebiet „Straße der Deutschen Einheit“ werden derzeit die Kanäle erneuert und deshalb sukzessive die Straßen aufgerissen. Am Ende wird jedoch alles schick hergerichtet. Straßen und Gehwege bekommen ein neues Gesicht.
Von Gudrun Billowie
Wolmirstedt ● Das Wohngebiet „Straße der Deutschen Einheit“ ist derzeit eine einzige Wanderbaustelle. In gefühlt rasendem Tempo wird die Straße aufgerissen, die Leitungen erneuert und die Straßendecke wieder geschlossen. „Wir liegen gut im Zeitplan“, bestätigt Bernd Zabel den Eindruck. Er ist beim Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband (WWAZ) für diese Baustelle verantwortlich und hoff t: „Im November wird alles fertig sein.“
   Inzwischen beteiligt sich die Stadt sogar mehr als ursprünglich geplant an der Modernisierung des Wohngebietes. Aus dem Stadtsäckel wird nun auch Geld für eine Asphaltdecke der Straße bereitgestellt. Außerdem werden im kommenden Jahr die Gehwege und die Straßenbeleuchtung erneuert. Das war allerdings schon länger geplant.
  Doch von vorn. Der WWAZ erneuert in diesem Wohngebiet die Trink-, Schmutz- und Regenwasserleitungen. Die sind zum Teil völlig marode. Der Regenwasserkanal hätte womöglich noch ein paar Jahre gehalten, doch dann hätten die Bauarbeiten später noch einmal von vorn begonnen. Deshalb wird nun alles auf einmal erneuert. Der WWAZ investiert dafür etwa 1,65 Millionen Euro.
Zu so einer Tiefb auarbeit gehört, dass anschließend die Straße wieder in den vorherigen Zustand versetzt wird. Das hat der WWAZ auch so geplant. Dieses Vorgehen würde bedeuten, dass die Straßenhälfte, in der die Rohre erneuert wurden, wieder mit einer Betonoberfl äche versehen wird, so wie zuvor. Die andere Straßenseite bliebe im ursprünglichen Zustand und das Ganze würde auf eine Art Flickwerk hinauslaufen. Das gefi el weder der Stadtverwaltung noch dem Stadtrat.
   Deshalb haben sie sich entschlossen, etwa 100 000 Euro aus dem Stadtsäckel dazuzugeben, damit sämtliche Straßen des Wohngebietes über die gesamte Länge und Breite eine neue Asphaltdecke bekommen. Das Geld war für die Straße der Deutschen Einheit ohnehin vorgesehen, da die Stadt sich am Regenwasserkanal beteiligen muss und dafür schon gut 500 000 Euro eingeplant hatte. Der wird wohl günstiger, also lässt sich das Geld für die Asphaltdecke abzwacken. Die wird jedoch erst ganz zum Schluss aufgebracht.
   Derzeit ist der Hauptstrang der Straße, in Richtung Harnisch- Schule, an der zweiten Kreuzung eine einzige Baugrube. Die soll am 9. Mai wieder verschwunden sein. Außerdem laufen gerade die Bauarbeiten in der Stichstraße, die zu den Kitas „Pusteblume“ und „Ohrespatzen“ führt. Bürger sollen dort etwa am 18 Mai wieder fahren können. Für die Asphaltierung wird sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gesperrt. Demnächst setzen die Kanalbauer ihre Arbeit im Bereich der Blöcke 55 bis 64 und 54 bis 43 fort. 
  Sind im November die Kanäle gewechselt und die Straße asphaltiert, zieht sich der WWAZ aus diesem Wohngebiet zurück. Damit ist jedoch erst ein Etappenziel erreicht. Im nächsten Jahr werden die Gehwege neu gepfl astert und die Straßenbeleuchtung erneuert. Dafür wird die Stadt 675 000 Euro ausgeben.
  An der Finanzierung werden die Anlieger beteiligt, so wie bei anderen Straßenausbaumaßnahmen auch. Deshalb werden die Hauseigentümer von der Stadt demnächst zur Anliegerversammlung eingeladen. Bei den Anliegern handelt es sich ausschließlich um Wohnungsgesellschaften.
  Einen Wermutstropfen gibt es: Im Zuge der Straßen- und Gehwegsanierung im Wohngebiet Straße der Deutschen Einheit geht der Parkplatz gegenüber der ehemaligen Harnisch-Schule leer aus. Der unbefestigte Platz wird zumindest im Rahmen dieser Bauarbeiten nicht angefasst. Er gehört der Stadt und ist nicht offi ziell als Parkplatz ausgewiesen. Dennoch wird diese Fläche benötigt, um Autos abzustellen. Parkende Autos werden deshalb geduldet.
  Es gab Bestrebungen, diesen Platz an die AWG zu verkaufen. Die Verhandlungen sind jedoch gescheitert. Deshalb wird er wohl weiterhin als Buckelpiste ein verbesserungswürdiges Bild abgeben. Auch die Parktaschen in den Stichstraßen bleiben von den Sanierungsarbeiten unberührt. Sie sind allerdings in gutem Zustand.



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