Geschichte / Historie des Verbandes

Im April 1991 gründete sich der Wasser- und Abwasserzweckverband Wolmirstedt (WWAZ), wobei bis Ende 1993 die geschäftlichen Belange noch in den Händen der Magdeburger Wasser- und Abwassergesellschaft (MAWAG) lagen. Seit dem 01. Januar 1994 ist der WWAZ eigenständig für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständig. Er ist seitdem verantwortlich für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung der erforderlichen Trink- und Abwasseranlagen und beschäftigt derzeit 61 Mitarbeiter. Zum Verband zählen heute 7 Einheitsgemeinden und die Stadt Wolmirstedt mit insgesamt 42 Ortschaften bzw. -teilen.

Das Einzugsgebiet des WWAZ wurde in einen nördlichen, mittleren und südlichen Bereich unterteilt. Vom nördlichen Teil erstreckt sich südlich das Naturschutzgebiet "Letzlinger Heide". Aus diesem Gebiet wird auch für unseren Verband das kostbare Trinkwasser gewonnen. Der südliche Teil reicht bis in die Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde mit der Gemeinde Hohendodeleben.

Seit dem 1. Januar 2012 gibt es noch einen östlichen Teil durch die Einheitsgemeinden Möser und Biederitz.

Vor der Wende waren gerade zwei! der damals 32 Mitgliedsgemeinden (...nach der umfangreichen Gebietsreform entstanden durch Zusammenschluss fünf Einheitsgemeinden plus die Stadt Wolmirstedt...) des Verbandes an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Sowohl die Trink- als auch die wenigen Abwasserleitungen waren zum größten Teil marode. Es gab also dringenden Handlungsbedarf im Bereich Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und im aktiven Gewässerschutz.

Im Bereich Trinkwasser wurden seit 1991 viele Ortsnetze neu aufgebaut und vorhandene erneuert. Durch diese intensiven Investitions- und Sanierungsmaßnahmen verbesserte sich nicht nur die Trinkwasserqualität, auch die Druckverhältnisse in den Versorgungsleitungen konnten stabilisiert werden. Bis 1997 wurden jährlich 600 bis 700 Neuanschlüsse hauptsächlich im Zuge von Wohngebiets- und Gewerbeerschließungen hergestellt! Jetzt wird das kostbare Colbitzer Trinkwasser an über 16.500 Haushalte und Gewerbebetriebe geleitet. Die Trinkwasserverluste durch beispielsweise Leitungsschäden konnten im Laufe der fortschreitenden Sanierung stark reduziert werden. Die hohe Qualifikation aller Mitarbeiter der Abteilung "Rohrnetz" und ihr umsichtiges Handeln bei Havarien dämmte den Wasserverlust in den letzten Jahren ebenfalls ein. Der 24 Stunden Bereitschaftsdienst und die optimale technische Ausstattung der Rohrnetzabteilung gewährleistet ein schnelles Reagieren bei auftretenden Schäden.

Wie anfangs erwähnt, waren noch 1990 nur zwei Gemeinden an die zentrale Schmutzwasserkanalisation angeschlossen. So mussten nach und nach umfangreiche Investitionen zur Errichtung und Instandsetzung der Abwasseranlagen, wie Rohrleitungssysteme, Pumpstationen und Kläranlagen vorgenommen werden, um das Abwasser ständig umweltgerecht entsorgen zu können. Aus diesem Grund wurden in Sachen Abwasser ab Oktober 1991 verschiedene Konzeptionen für den damaligen Landkreis Wolmirstedt untersucht. Eine dieser Varianten war die Ableitung des Schmutzwassers der einzelnen Bereiche in die Kläranlagen Wolmirstedt, Zielitz, Hermsdorf, Hillersleben, Tangerhütte und später Rogätz. Für die damaligen Gemeinden Cröchern und Dolle (...jetzt Verbandsgemeinde Elbe-Heide mit den genannten Ortsteilen...) stellte eine Containerkläranlage von 1994 bis 2000 eine Übergangslösung dar.

Am 03.11.1994 wurde die Kläranlage Rogätz mit der ersten Ausbaustufe für 7500 Einwohnergleichwerte (EGW) in Probebetrieb genommen und klärte das Schmutzwasseraufkommen von der ehemaligen Gemeinde Rogätz. Später, nach Außerbetriebnahme der alten Kläranlage Zielitz wurde auch das Schmutzwasser von den damaligen Gemeinden Loitsche und Zielitz nach Rogätz geleitet. Die Kläranlage besteht aus Feinrechen, Sandfang mit Belüftung, Fettabscheider, einem Bio P-Becken zur biologischen Phosphateliminierung, Belebungs- und Nachklärbecken sowie Schlammeindickung und Schlammstapelbehälter und kostete damals 6,5 Millionen Mark. Im Jahr 2003 entstand noch ein zusätzliches Havarie- und Notfallbecken mit integriertem Bio-P-Becken. Heute leiten auch die Nordgemeinden des Verbandes in die KA Rogätz ein. Über 300 km Schmutzwasserkanäle, Überlandleitungen in einer Größenordnung von insgesamt 80 Kilometer Länge und 132 Abwasserpumpwerke wurden seit April 1991 gebaut. Somit investierte der WWAZ ca. 155 Millionen Euro in die Trink- und Abwassernetze in nur zehn Jahren. Das Anlagevermögen betrug 2010 im Bereich Trinkwasser über 31 Millionen Euro und im Abwasserbereich über 127 Millionen Euro. Heute profitieren alle 53.534 Einwohner der WWAZ-Mitgliedsgemeinden (Stand 30.06.2010) von diesen immensen Bauaktivitäten der vergangenen 20 Jahre. Bis 2010 sind über 15.600 Anschlüsse zentral an das Schmutzwasserentsorgungsnetz des WWAZ realisiert worden. Dezentral, also Kleinkläranlagen bzw. Sammelgruben, werden derzeit über 1.000 jährlich von unseren Vertragspartnern ausgepumpt und auf unseren Kläranlagen entsorgt.

Das Herzstück im Abwasserbeseitigungskonzept ist die Kläranlage Wolmirstedt für die Einleitung der Abwässer aus den Ortsteilen Colbitz und Lindhorst der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, den Ortsteilen Jersleben und Samswegen der Einheitsgemeinde Niedere Börde und natürlich der Verwaltungsgemeinschaft Wolmirstedt mit der Stadt Wolmirstedt und seinen Ortsteilen Elbeu, Mose, Farsleben und Glindenberg. Sie wurde 1968 als mechanisch/biologische Kläranlage gebaut und 1991 teilweise umgerüstet, um die genannten Ortschaften anzubinden. 1996 erhielt die Kläranlage ein neues Belebungsbecken und 2003 zwei zusätzliche Belebungstürme um die von der EU geforderten Einleitwerte in die Ohre einzuhalten. Am 11. November 2005 wurde offiziell die Kläranlage Wolmirstedt nach einer umfangreichen Sanierung eingeweiht.

Für die Abwasserbehandlung betreibt der WWAZ derzeit vier Kläranlagen: KA Rogätz, KA Wolmirstedt, KA Hermsdorf und die Pflanzenkläranlage Heinrichsberg. Zusätzlich leitet der südliche Teil des Verbandes einen Teil seines Abwassers über Druckleitungen und Pumpwerke an den Übergangsstellen Magdeburg-Rothensee und Magdeburg-Diesdorf in das zentrale Entsorgungsnetz der Stadt Magdeburg und damit in die Kläranlage Gerwisch ein. Der Ortsteil Meseberg der Einheitsgemeinde Niedere Börde des Verbandes leitet das Schmutzwasser zur KA Hillersleben. Die Kläranlage Hermsdorf behandelt zusätzlich das Abwasser der Gemeinde Groß Santersleben der Gemeinde Hohe Börde des angrenzenden Verbandes "AZV Aller-Ohre" mit. Die Ortschaften der Gemeinden Biederitz und Möser, welche seit 2012 Mitglied des WWAZ sind, leiten die Abwässer in die Kläranlage Gerwisch.

Zur Zeit beträgt der Anschlussgrad in unserem Verbandsgebiet über 98 %.

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